Neujahrsempfang der SPD Oberursel wieder ein Erfolg

Schon zum fünften Mal lud die SPD zum Neujahrsempfang und etwa 150 Gäste folgten dem Ruf, darunter zahlreiche Genossinnen und Genossen sowie Personen des öffentlichen Lebens in Oberursel. Das Ereignis im Großen Saal des Oberurseler Rathauses hat sich damit bereits etabliert.

Gekommen waren neben vielen Vertreterinnen und Vertretern anderer Parteien wie dem Ersten Stadtrat Christoph Fink (Bündnis90/Die Grünen) und dem Stadtverordnetenvorsteher Dr. Christoph Müllerleile (OBG) auch Vereinsvorsitzende und Vertreter der Kirchen und der Schulen.
Zur Eröffnung wünschte der Vorsitzende Matthias Fuchs allen Gästen ein frohes neues Jahr und verband damit den Ausblick auf weitere Herausforderungen, die vor uns allen liegen. Nach dem Grußwort des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Joachim Schabedoth, der den Blick auf internationale Fragen, speziell der Flüchtlingsfrage warf, richtete die Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD) das Wort an die Anwesenden. In ihrem Vortrag zum „Zusammenhalt im Hochtaunus“ sprach auch sie über die Aufgaben durch die aktuelle Flüchtlingsfrage, natürlich aus der Sicht des Kreises, aber auch der Kommunen. Dabei mahnte sie einen realistischen Blick auf die Herausforderungen an die Gesellschaft an. Die Flüchtlinge an sich sind kein Problem, aber sie machen die vorhandenen Probleme deutlicher sichtbar: Bedarf an bezahlbarem Wohnraum etwa oder Sicherheit. „Glaubt jemand, dass wir sicherer wären, wenn keine Flüchtlinge da wären?“, fragte sie rhetorisch. Und ergänzte dann: „Die Flüchtlinge haben die gleiche Angst wie wir“. In ihrer Rede lobte Katrin Hechler ausdrücklich sowohl die Stadtverwaltung als auch die Stadtgesellschaft von Oberursel. Sie hätten beide Großartiges geleistet und blieben auch unverändert engagiert bei der Sache.

Bürgermeister Hans-Georg Brum präsentierte anschließend die Schwerpunkte der Stadtpolitik für das kommende Jahr 2016. Dabei nahm er auch den Hinweis von Schabedoth auf, der dringlich geraten hatte: „Misstrauen Sie solchen Menschen, die für alles die bequeme Antwort haben“. Brum wünschte sich für die Kommunalwahl vor allem „eine starke demokratische Mehrheit.“ Zur Flüchtlingsfrage meinte er, dass auch aus seiner Sicht der unkontrollierte Zustrom ein Ende haben müsse, weil sonst die Gesellschaft überfordert werden könnte.

Als besonderes Highlight zum Abschluss des Abends verlieh die SPD Oberursel dann wieder den Jahres-Kulturpreis Oberursel, JaKOb, eine Porzellanfliese mit einer künstlerischen Gestaltung. Wie seine vier Vorgänger war er wieder von der bekannten Porzellanmalerin Annette Andernacht gestaltet worden.
Als diesjähriger Gewinner darf sich die Flüchtlingsfamilienhilfe Oberursel unter dem Dach der Windrose e.V. über den mit 250 € dotierten Preis freuen.
Den ganzen Abend über hatten die Gäste übrigens die Möglichkeit, ihre Wünsche für Oberursel auf Kleeblättern zu notieren und ihre persönlichen Hoffnungen und Anliegen zu Papier zu bringen. Die SPD versprach, alle Anregungen aufzunehmen und sorgfältig zu prüfen, wie weit sie sich in der Kommunalpolitik umsetzen lassen.
Den erfolgreichen Abend ließ man bei Speis und Trank sowie interessanten Gesprächen gemütlich ausklingen – rechtzeitig, um noch vor dem angekündigten Eisregen sicher nach Hause zu kommen.